Elektroenzephalographie (EEG)

Das EEG leitet grob vereinfacht die elektrische Aktivität der Großhirnrinde ab. Genauer werden Veränderungen des elektrischen Feldes, das von größeren Nervenzellverbänden generiert wird, in einem bestimmten Frequenzbereich mithilfe von Oberflächenelektroden und einem Verstärkersystem aufgezeichnet.

Es handelt sich somit um Funktionsdiagnostik, die insbesondere bei Epilepsien und anderen Bewusstseinsstörungen, aber auch bei diffusen und fokalen Hirnveränderungen in Ergänzung zur Schnittbildgebung eingesetzt wird.

Die Standardableitung wird mit 24 Elektroden durchgeführt. Zur Minimierung des Hautwiderstandes müssen die Elektroden mit Salzwasser oder Kontaktgel befeuchtet werden. Die Ableitung dauert in der Regel 20 Minuten. Zur Erhöhung der Aussagekraft können Provokationsmanöver in Form von Hyperventilation oder Blitzlichtstimulation durchgeführt werden, in Einzelfällen auch Ableitungen nach Schlafentzug.

 

Generalisierte Polyspike-Wave- Komplexe bei einer Patientin mit Aufwach Grand mal-Epilepsie